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Existieren wir zuviel und leben zu wenig?

Guten Abend!

 "If you walk away, I´ll walk away. First tell me which road you will take. I don´t want to risk our paths crossing someday"

 

Bright Eyes- Land Locked Blues

 

Dieser oben genannte oder besser gesagt zitierte Text stammt aus einem Song, welcher sich ziemlich tief in meine Herzkammern gekrallt hat. Jeder trifft wohl den Menschen in seinem Leben, der einem das Gefühl gibt, der tollste Mensch der Welt zu sein, ihn sprichwörtlich auf Rosen bettet um dann von den Dornen der Selbigen zerkratzt zu werden. Auf einmal ist nichts mehr so wie es war. Genau dieser Mensch,der "eigentlich" dein größtes Glück auf Erden war, reisst dein Herz aus den Angeln und drückt so lange zu, bis alle Liebe aus dem Pumporgan erloschen ist. Warum tun Menschen das? Sie lieben und sie hassen sich. Sie prügeln und vertragen sich und am Ende ist nichts mehr von alledem mehr da. Weg. Verschwunden. Zerfressen. Sicherlich gibt es Ausnahmen. Ziemlich viele sogar, nur scheine ich die Regel zu bestätigen Nein, ich möchte nicht rumjammern oder schwungvoll auf die Tränendrüse drücken, aber der Geist beherrscht den Körper auch wenn der Verstand sich kämpfend durch die Hirnrinde quält. Nu denn, das macht das Leben nicht minder lebenswert. Enttäuschungen klopfen oft an die Tür, ob und wie lange wir diese Türen öffnen, bleibt uns überlassen. Es gibt ja auch wesentlich schlimmeres, z.B.: wenn ich merke, dass mein geliebter Joghurt schon wieder abgelaufen ist, bevor ich die Chance hatte, ihn überhaupt aus dem Kühlschrank zu holen, oder Tatort mal wieder ein schlechtes Ermittlerteam hat. (nichts für ungut Leipzig) Ich glaube, jetzt schweife ich zu sehr ab Damit mein heutiger Blog nicht noch depressiver wird, lenke ich euch besser in die Sonnenrichtung. Heute war mein letzter Praktikumstag und weiss noch nicht so recht, ob ich mich freuen oder resigniert dreinschauen soll. Zehn Wochen sind wie im Flug vergangen. (wäre ich doch lieber mit dem Zug gefahren). Mit Menschen zusammenzuarbeiten, ist das schönste was man sich vorstellen kann. Sicherlich gibt es auch Personen die man am liebsten als Flaschenpost in die Klärgrube werfen will, aber am Ende fällst du beim Werfen wahrscheinlich noch selbst mit rein. Das soll aber nicht heissen, dass man sich alles gefallen lassen muss, man muss nur zur richtigen Zeit den Mund aufmachen (und die Flasche bereitstellen). Mein Klientel, welches ich zu betreuen hatte, waren alle schwer mehrstfach behindert und lebten in ihrer eigenen kleinen Welt. Ich weiss nicht, wie groß deren Welt ist, ob sie flach ist oder rund, schwarz, kunterbunt? Aber eines weiss ich: Sie ist nicht vollgestopft mit Ängsten, Hass, Trauer oder vollen Terminkalendern. Sie sind einfach da und bereichern ebenso unser Leben wie Kinder und Tiere. Ich war zehn Wochen die Bezugsperson eines schwerst behinderten Mannes. Er ist 36 und von Geburt an so einzigartig wie jetzt auch. Im Laufe der Zeit fasste er soviel Vertrauen zu mir, dass er wenn ich den Raum verlassen wollte, meine Hand packte und sie nicht mehr losließ. Ein größeres Kompliment kann man gar nicht bekommen. Es müssen nicht immer Worte sein, die einen einlullen. Oft reicht auch einfach eine Berührung. In dem Moment sagt die Berührung alles aus. Man kann den ganzen Tag reden und hat trotzdem nichts gesagt. Diese Arbeit hat mich sehr geprägt und in mir wuchs dieses Gefühl, dass wir glücklich sein sollten . Alle haben das Recht auf das Glücklichsein. Irgendwann ist es jeder. Der eine wenn er den Raum betritt und der andere wenn er ihn wieder verlässt. Am 21.01. hatte mein Papa Geburtstag. Er wäre 60 Jahre alt geworden. Leider hat er dies nicht mehr geschafft. Ich vermisse ihn auch nach acht Jahren immernoch sehr und es vergeht kein Tag ohne einen Gedanken an ihn. Da fällt mir gerade ein schöner Spruch ein "Die erste große Liebe einer Tochter ist immer der Papa". Ich kann dies zu 100% bestätigen. Er war alles für mich. Als er starb war ich wie betäubt und stand total neben mir. Kennt ihr das Gefühl, man möchte schreien, aber es kommt nichts raus? Alle Traurigkeit fliest durch deine Adern und verätzt dein Herz bis du wieder die nötige Kraft gesammelt hast, weiterzumachen. Der Mensch ist von Natur aus ein Kämpfer. Das fängt schon im Mamaleib an. Ein Kind kämpft ohne es zu wissen. Ein Kind tröstet in seiner schwersten Zeit die Eltern und verspricht ihnen, dass alles wieder gut wird, selbst wenn es noch nicht mal sprechen kann. Ich glaube, dass Kinder entsandte Engel sind, die die Aufgabe haben, ihre Eltern zu ärgern, liebzuhaben, hinaufzuschauen, mit der Penatencreme den neu gekauften LCD-Fernseher zu beschmieren und hinterher alles auf den Hund zu schieben ( auch wenn sie nie einen Hund besessen haben) Meine lieben Leser, ich werde langsam zum Ende kommen. Es ist ein bisschen durcheinander, aber das sind meine Gedanken ja immer Verzeiht mir, wenn ich bei dem einen oder anderen ein wenig zu schnulzig war, aber ich bin nun mal ein Mädchen xD

Passt auf euch auf!

 

Tanja

 

 

 

24.1.14 23:36
 


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bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


GrünerApfel (27.1.14 11:59)
Wow... das Lied is echt mächtig.. danke dafür

Es gibt irgendwie zuviele die sich in der Regel bewegen und immer weniger Ausnahmen dieser...
Wenn man einem Menschen die Möglichkeit einen Glücklich zu machen gibt, hat er im Umkehrschluss auch genauso die Möglichkeit einen Unglücklich zu machen...
Was Mich persönlich an so etwas kaputt gemacht hat, war die gemeinsame Zeit und Erinnerung, die dann eigentlich ziemlich wertlos wird.. Weil man Sie nicht teilen kann und im schlimmsten Fall eher ein Stein um den Hals bildet.. den man nicht ablegen kann.. "I don´t want to risk our paths crossing someday" passt da wie die faust aufs Auge..

Aber es ist Gut, traurig zu sein und das auch mal herauszulassen so das es sich nicht anstaut und zu anderen schlechten Sachen führt

Das mit deinem Praktikum klingt spitze... Respekt das dir das liegt. Ist sicher ein sehr harter Beruf. Aber so kleine wie von dir beschriebene Momente... die erlebt man nur mit Menschen... (Wenn man ein Auge für solch kleine Momente hat )

Das mit deinen Paps kann Ich mir nur ausmalen.. Ich habe aber über die Jahre immer mal so Anfälle von "Vergänglichkeitsangst" und muss mir dann irgendwie vorstellen wie es ist wenn die gute Omi, oder die eigenen Eltern einmal nicht mehr sind... es ist ja doch irgendwie ein Geschenk und man dürfte eigentlich keine einzige Sekunde, die man die Möglichkeit hat mit tollen Menschen zu verbringen, wegschmeißen... :,(

So Entschuldigung für den Langen Kommentar, Bin irgendwie zufällig über deinen Blog gestolpert und werde denke von Zeit zu Zeit mal vorbeischauen
..und der Schnulzfaktor ist noch im Grünen-Bereich...

Liebe Grüße, Pass auf Dich Auf
Der grüne Apfel

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