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Was mich so richtig auf die Palme bringt und warum sich Menschlichkeit noch nicht durchgesetzt hat!

Guten Abend meine Lieben!

"Eigentlich" wollte ich meinen Blog wöchentlich aktualisieren, aber es ist wohl besser, wenn ich jetzt zu so später Stunde meinen Synapsen mal ein bisschen frische Luft zuwedele. Es gibt sie schon seit Millionen von Jahren. Einige sind herzensgut, andere haben ein Herz aus Wut und wieder andere geben vor welche zu sein: (Die) Menschen. Ich habe in meinen doch schon 27 Jahren einiges gesehen, erlebt ja auch kommentiert. Okay, auch ich mache Fehler und treffe falsche Entscheidungen, die ich im Nachhinein auch bereue. Heute allerdings habe ich wieder mal erlebt, dass Menschen grausam wie ein zu enges Korsett und fies wie Juckpulver im Unterhemd sein können. Stichwort: Vegetarier. Anscheinden ist es immer noch eine Utopie im 21. Jahrhundert ein Vegetarier zu sein. Warum ist das so? Warum muss sich ein Mensch für etwas rechtfertigen, was überhaupt nicht von Nöten ist? Sind Armut, Kinderarbeit, Krankheit, die globale Erwärmung und Zwangsprostitution nicht viel schlimmere Probleme der Gegenwart, als jemand der die Fleischtheke meidet und lieber  Basilikum statt Thunfisch über seine Spaghetti streut? Ich habe heute das beste Beispiel erlebt: Eine gute Freundin und ich wurden von einer Drittperson heute ziemlich in die Mangel genommen, was wir denn ohne Fleisch tun würden? Um Himmels Willen, sind wir denn ohne tierische Fette überhaupt lebensfähig? JA SIND WIR!!! Ich bin es leid, ständig sinnfreie Fragen beantworten zu müssen, die den Fragestellern nur ein süffisantes Lächeln auf deren Gesicht "zaubert" . Nein, ich bin kein "PETA- verehrender Hippie" der sich mit nem selbstgebastelten Pappschild vor Penny stellt und alle anschreit, weil sie sich gerade mit Grillgut im Wert eines vollen Tanks den Kofferraum volladen. Nein, ich verurteile auch nicht die Menschen, die Fleisch essen. Ich verurteile nur deren Schubladendenken und den unbändigen Zwang dies auch unbedingt mitteilen zu wollen.Natürlich ist nicht jeder so. Viele meiner Zeitgenossen akzeptieren meine Entscheidung und respektieren sie sogar. Auch ich habe jahrelang Fleisch gegessen und irgendwann bemerkt, dass ich das nicht mehr möchte. Ich tue es für mich und nicht um den drohenden Zeigefinger gen Himmel zu strecken und alle Wurstliebhaber dazu zu animieren, es mir gleich zu tun. Dies liegt mir fern und ist auch meines Erachtens verschwendete Energie. Ich möchte auch keinen angreifen oder sonstiges, aber ich wünsche mir, dass irgendwann Dinge toleriert und akzeptiert werden, die nicht alltäglich sind und die Welt eben deswegen so besonders machen. Bis das passiert, wohnen wir sicherlich alle schon auf dem Mars. Okay, das wars erstmal...bis Freitag und passt auf euch auf!

 

Tanja

28.1.14 23:17


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Existieren wir zuviel und leben zu wenig?

Guten Abend!

 "If you walk away, I´ll walk away. First tell me which road you will take. I don´t want to risk our paths crossing someday"

 

Bright Eyes- Land Locked Blues

 

Dieser oben genannte oder besser gesagt zitierte Text stammt aus einem Song, welcher sich ziemlich tief in meine Herzkammern gekrallt hat. Jeder trifft wohl den Menschen in seinem Leben, der einem das Gefühl gibt, der tollste Mensch der Welt zu sein, ihn sprichwörtlich auf Rosen bettet um dann von den Dornen der Selbigen zerkratzt zu werden. Auf einmal ist nichts mehr so wie es war. Genau dieser Mensch,der "eigentlich" dein größtes Glück auf Erden war, reisst dein Herz aus den Angeln und drückt so lange zu, bis alle Liebe aus dem Pumporgan erloschen ist. Warum tun Menschen das? Sie lieben und sie hassen sich. Sie prügeln und vertragen sich und am Ende ist nichts mehr von alledem mehr da. Weg. Verschwunden. Zerfressen. Sicherlich gibt es Ausnahmen. Ziemlich viele sogar, nur scheine ich die Regel zu bestätigen Nein, ich möchte nicht rumjammern oder schwungvoll auf die Tränendrüse drücken, aber der Geist beherrscht den Körper auch wenn der Verstand sich kämpfend durch die Hirnrinde quält. Nu denn, das macht das Leben nicht minder lebenswert. Enttäuschungen klopfen oft an die Tür, ob und wie lange wir diese Türen öffnen, bleibt uns überlassen. Es gibt ja auch wesentlich schlimmeres, z.B.: wenn ich merke, dass mein geliebter Joghurt schon wieder abgelaufen ist, bevor ich die Chance hatte, ihn überhaupt aus dem Kühlschrank zu holen, oder Tatort mal wieder ein schlechtes Ermittlerteam hat. (nichts für ungut Leipzig) Ich glaube, jetzt schweife ich zu sehr ab Damit mein heutiger Blog nicht noch depressiver wird, lenke ich euch besser in die Sonnenrichtung. Heute war mein letzter Praktikumstag und weiss noch nicht so recht, ob ich mich freuen oder resigniert dreinschauen soll. Zehn Wochen sind wie im Flug vergangen. (wäre ich doch lieber mit dem Zug gefahren). Mit Menschen zusammenzuarbeiten, ist das schönste was man sich vorstellen kann. Sicherlich gibt es auch Personen die man am liebsten als Flaschenpost in die Klärgrube werfen will, aber am Ende fällst du beim Werfen wahrscheinlich noch selbst mit rein. Das soll aber nicht heissen, dass man sich alles gefallen lassen muss, man muss nur zur richtigen Zeit den Mund aufmachen (und die Flasche bereitstellen). Mein Klientel, welches ich zu betreuen hatte, waren alle schwer mehrstfach behindert und lebten in ihrer eigenen kleinen Welt. Ich weiss nicht, wie groß deren Welt ist, ob sie flach ist oder rund, schwarz, kunterbunt? Aber eines weiss ich: Sie ist nicht vollgestopft mit Ängsten, Hass, Trauer oder vollen Terminkalendern. Sie sind einfach da und bereichern ebenso unser Leben wie Kinder und Tiere. Ich war zehn Wochen die Bezugsperson eines schwerst behinderten Mannes. Er ist 36 und von Geburt an so einzigartig wie jetzt auch. Im Laufe der Zeit fasste er soviel Vertrauen zu mir, dass er wenn ich den Raum verlassen wollte, meine Hand packte und sie nicht mehr losließ. Ein größeres Kompliment kann man gar nicht bekommen. Es müssen nicht immer Worte sein, die einen einlullen. Oft reicht auch einfach eine Berührung. In dem Moment sagt die Berührung alles aus. Man kann den ganzen Tag reden und hat trotzdem nichts gesagt. Diese Arbeit hat mich sehr geprägt und in mir wuchs dieses Gefühl, dass wir glücklich sein sollten . Alle haben das Recht auf das Glücklichsein. Irgendwann ist es jeder. Der eine wenn er den Raum betritt und der andere wenn er ihn wieder verlässt. Am 21.01. hatte mein Papa Geburtstag. Er wäre 60 Jahre alt geworden. Leider hat er dies nicht mehr geschafft. Ich vermisse ihn auch nach acht Jahren immernoch sehr und es vergeht kein Tag ohne einen Gedanken an ihn. Da fällt mir gerade ein schöner Spruch ein "Die erste große Liebe einer Tochter ist immer der Papa". Ich kann dies zu 100% bestätigen. Er war alles für mich. Als er starb war ich wie betäubt und stand total neben mir. Kennt ihr das Gefühl, man möchte schreien, aber es kommt nichts raus? Alle Traurigkeit fliest durch deine Adern und verätzt dein Herz bis du wieder die nötige Kraft gesammelt hast, weiterzumachen. Der Mensch ist von Natur aus ein Kämpfer. Das fängt schon im Mamaleib an. Ein Kind kämpft ohne es zu wissen. Ein Kind tröstet in seiner schwersten Zeit die Eltern und verspricht ihnen, dass alles wieder gut wird, selbst wenn es noch nicht mal sprechen kann. Ich glaube, dass Kinder entsandte Engel sind, die die Aufgabe haben, ihre Eltern zu ärgern, liebzuhaben, hinaufzuschauen, mit der Penatencreme den neu gekauften LCD-Fernseher zu beschmieren und hinterher alles auf den Hund zu schieben ( auch wenn sie nie einen Hund besessen haben) Meine lieben Leser, ich werde langsam zum Ende kommen. Es ist ein bisschen durcheinander, aber das sind meine Gedanken ja immer Verzeiht mir, wenn ich bei dem einen oder anderen ein wenig zu schnulzig war, aber ich bin nun mal ein Mädchen xD

Passt auf euch auf!

 

Tanja

 

 

 

24.1.14 23:36


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